Wirtschaft
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UPC Schweiz verliert weiter Kunden und macht 2019 weniger Umsatz



ARCHIVBILD ZUR UEBERNAHME VON UPC SCHWEIZ DURCH SUNRISE, AM MITTWOCH, 27. FEBRUAR 2019 ---- Das neue Logo des Kabelnetzbetreibers UPC Schweiz, am Freitag, 7. Oktober 2016, in Zuerich. (KEYSTONE/Manuel Lopez)

Bild: KEYSTONE

Der Kabelnetzbetreiber UPC hat in der Schweiz im vergangenen Jahr wie bereits in den beiden Jahren davor an Umsatz eingebüsst. Die Verkäufe gingen laut Mitteilung vom Freitag um 3.5 Prozent zurück. Im Schlussquartal resultierte jedoch ein Umsatzplus von 1.8 Prozent.

Detaillierte Angaben zum Jahresabschluss, etwa zur Höhe des Umsatzes, gibt die zum britischen Telekomkonzern Liberty Global gehörende UPC dieses Mal nicht Preis. Für das Jahr 2018 hatte man noch einen Umsatz in Höhe von 1.30 Milliarden Franken ausgewiesen.

Der Gruppe sei es gelungen, den Rückgang der Abonnentenzahlen deutlich zu bremsen, hiess es weiter. Nachdem 2018 an die 153'000 Abos verloren gingen, waren es im vergangenen Jahr noch deren 68'000. Zudem habe man bei der Messung der Kundenzufriedenheit die besten Werte seit 2009 erreicht.

Mit Wachstumsplan auf Kurs

Baptiest Coopmans, der seit Anfang Februar die Geschicke bei UPC Schweiz leitet, sieht das Unternehmen mit dem Wachstumsplan auf Kurs. Er will die TV-Plattform sowie das Gigabit-Angebot weiter auf dem Markt etablieren und bei den Mobile- und Festnetzangeboten Kunden dazugewinnen.

Vor über einem Jahr hatte UPC ein Programm aufgelegt, um mit Sonderaktionen den Kundenschwund einzudämmen. UPC verdoppelte die Höchstgeschwindigkeit fürs Internet und lancierte nach dem Wechsel von Salt auf das Handynetz von Swisscom neue Mobilfunkangebote. Ausserdem wurde an der Servicequalität gearbeitet.

Zulegen kann UPC im Mobilfunk: Im vergangenen Jahr gewann UPC Mobile 54'000 Abonnenten dazu, womit die Gesamtzahl auf über 200'000 angestiegen sei. Einen Aderlass erlitt das Unternehmen im TV-Geschäft. Da gingen über 90'000 Abonnenten verloren. Leicht rückläufige Abozahlen meldet UPC im Internet- und im Festnetz-Bereich.

Im Geschäftskundenbereich wächst UPC in der Schweiz hingegen. Der Umsatz ging im vergangenen Jahr um 5.2 Prozent nach oben. UPC habe in die Produktqualität und die schweizweite Verfügbarkeit von Gigabit-Internetgeschwindigkeiten investiert, hiess es. Neue oder erweiterte Verträge schloss UPC mit der Migros, SV Hotel oder der Schaffhauser Kantonalbank ab.

Gescheiterte Übernahme

Das Jahr 2019 stand bei UPC aber ganz im Zeichen der gescheiterten Übernahme durch die Konkurrentin Sunrise. Der 6.3 Milliarden Franken schwere Deal wurde im Oktober abgeblasen. Er scheiterte am Widerstand der Sunrise-Grossaktionäre unter der Führung der deutschen Freenet, die Kritik am hohen Kaufpreis übten.

Damit misslang erneut ein Versuch, im Schweizer Telekommarkt einen stärkeren Herausforderer dem Branchenprimus Swisscom entgegenzustellen. Die Eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) hatte vor neun Jahren die geplante Fusion von Sunrise und Orange aus Wettbewerbsgründen verboten. Gegen den UPC-Kauf durch Sunrise hatten die Kartellwächter allerdings nichts einzuwenden.

Nach dem geplatzten Zusammenschluss ist es Anfang Februar bei UPC Schweiz zu einem Chefwechsel gekommen: Severina Pascu übergab die Geschäftsführung an Baptiest Coopmans. Die 46-jährige Pascu wechselte zu Virgin Media, welches die grösste Tochtergesellschaft von Liberty Global ist. Dort amtet sie als stellvertretende CEO und Finanzchefin. (aeg/sda/awp)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • redeye70 15.02.2020 12:59
    Highlight Highlight Was? Die gibt es immer noch?
  • Donny Drumpf 14.02.2020 16:22
    Highlight Highlight Kein Wunder, ich wollte zu UPC wechseln und habe über die Website ein Abo abgeschlossen. Zugegeben, ich habe ein tolles Angebot gehabt und konnte nicht widerstehen, da ich übers Telefonkabel nur 100Mbit down habe und mir übers TV Kabel mehr erhofft habe. Obwohl ich im Haus mehrere TV-Dosen habe, wurde ich von UPC abgelehnt, weil mein Haus angeblich nicht erschlossen sei. Keine Ahnung wie das Quickline vor UPC wohl gemacht hat...
    • loquito 15.02.2020 10:03
      Highlight Highlight Wo quickline, kein UPC... So ist es... Und Quickline ist mMn schlechter...
  • moimoimoi 14.02.2020 15:19
    Highlight Highlight Wundert mich nicht. Ich bin einer der Abgänge. UPS hat es nicht mal geschafft, mir seit der Kündigung im August eine Rücksendeettickette für ihr Modem zu schicken. Darum wohnt das Ding halt in meinem Keller.
    Aber Mails zur Kundenzufriedenheit schicken sie mir immer noch...
    • nothing. 14.02.2020 16:57
      Highlight Highlight Etwas off-Topic, aber ich würde die Geräte in den nächsten UPC-Shop bringen.
      Hatte auch mal eines aus Faulheit behalten und nach ein paar ignorierten Mahnungen kam dann eine saftige Rechnung.
    • Franz v.A. 14.02.2020 21:17
      Highlight Highlight *UPS hat es nicht mal geschafft,... *

      UPS hat auch keine Modem's und ist nicht zuständig für Dein problem :)
    • Gordon Blöd 15.02.2020 13:31
      Highlight Highlight Genau das Gleiche bei mir😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • feuseltier 14.02.2020 15:07
    Highlight Highlight Noch Fragen ?! :))
  • Dominik Treier 14.02.2020 13:57
    Highlight Highlight Da muss man sich als Anbieter ja schon wirklich anstrengen so miesen Service zu bieten, wenn man trotz der im Vergleich zur Swisscom extrem komfortablen Situation statt des nie dafür vorgesehenen Klingeldrahts ein Hochfrequenznetz zu besitzen, immer noch nichts daraus macht und beständig Kunden verliert...
    • Dominik Treier 14.02.2020 19:39
      Highlight Highlight Darüber hinaus habe ich schon seit Jahren gesagt, dass UPC wohl am besten bedient wäre, wenn man sich zu einer Übernahme oder Fusion von/mit Salt durchringen könnte. Die Beiden würden vom Preissegment und auch von den bisherigen Qualitäts und Dienstleistungsansprüchen viel besser zusammenpassen als Sunrise und UPC.

      Die Frage wird sein, ob a, das Geld da ist und b, ob die beiden dann mit den gemeinsamen Ressourcen endlich Fortschritte bei der Qualität der Dienstleistung und vor allem beim Service machen können. Eine konkurrenzfähige Angebotspalette wäre gegeben...

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