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Lot und seine Töchter , Gemälde von Hendrick Goltzius (1616)

Inzest in der Kunst: «Lot und seine Töchter», Gemälde von Hendrick Goltzius (1616). Bild: Rijksmuseum

Diese Karte zeigt, in welchen Ländern Inzest erlaubt ist



Mein Chef weiss, dass ich Karten liebe. Darum schickt er mir manchmal eine zu. Letzthin war es diese hier:

Legality of consensual sex between siblings

Rechtslage von einvernehmlichem Sex zwischen Geschwistern. Dunkelblau: legal, Rot: legal für Geschwister des gleichen Geschlechts und Minderjährige, Blau: legal für Geschwister des gleichen Geschlechts, Gelb: legal für Minderjährige, Pink: legal, sofern kein öffentliches Ärgernis provoziert wird, Grün: illegal, Hellblau: keine Daten verfügbar. Karte: Reddit

Der dargestellte Sachverhalt erstaunte mich. So sehr, dass ich zuerst annahm, die Karte sei schlicht nicht korrekt. Inzest zwischen Geschwistern legal in Frankreich, im katholischen Spanien, selbst im orthodoxen Russland? Aber illegal in den liberalen skandinavischen Staaten?

Aber die Karte zeigt den Sachverhalt richtig, soweit ich es beurteilen kann. Sie deckt sich weitgehend mit der folgenden Karte auf Wikipedia, auf der die rechtliche Situation für einvernehmlichen Inzest zwischen Erwachsenen weltweit abgebildet ist:

Incest between consenting adults by country
By Borysk5 - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=78134728

Grün: nicht strafrechtlich verfolgt, Gelb: legal, sofern kein öffentliches Ärgernis provoziert wird, Orange: illegal (Gefängnisstrafe), Rot: illegal (Gefängnis bis zu lebenslänglich), Dunkelrot: illegal (Todesstrafe). Karte: Wikimedia/Borysk5

Diese Karte enthüllt eine enorme Bandbreite der strafrechtlichen Verfolgung von Inzest. In einigen muslimisch dominierten Staaten und Regionen steht sogar die Todesstrafe auf einvernehmlichen Geschlechtsverkehr zwischen nahen Verwandten. Merkwürdigerweise scheint dies ausgerechnet dort der Fall zu sein, wo die Verwandtenheirat stark verbreitet ist, also die Ehe zwischen Cousins und Cousinen ersten bis zweiten Grades:

Anteil von Verwandtenheiraten einschließlich Cousins 2. Grades (US National Center for Biotechnology Information 2012).
Von Derivative work: The RedBurnBlankMap-World6.svg: Canuckguy (talk) and many others (see File history) - Diese Datei wurde von diesem Werk abgeleitet:BlankMap-World6.svg:Countries by population density.svg:  (legend)http://www.consang.net/index.php/Global_prevalence_tableshttp://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15881720/ (for Mauritania), CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32327063

Anteil von Verwandtenheiraten in Prozent einschliesslich Cousins zweiten Grades. Karte: Wikimedia

Blutsverwandtschaft

Bei Blutsverwandten ersten Grades (Eltern zu Kindern) sind die Hälfte der Gene durch direkte Abstammung identisch. Bei genetisch Verwandten zweiten Grades (Grosseltern zu Enkeln, Geschwister untereinander) stammt im Durchschnitt ein Viertel der Gene von einem gemeinsamen Vorfahren. Onkel/Nichte oder Tante/Neffe sind Blutsverwandte dritten Grades, Cousins ersten Grades (sie haben ein gemeinsames Grosselternpaar) sind Verwandte vierten Grades.

Quelle: Wikipedia

Inzestverbote dürfte es in der Menschheitsgeschichte seit sehr langer Zeit gegeben haben. Schon der babylonische Codex Hammurapi aus dem 18. Jahrhundert v. Chr. stellt Inzest unter Strafe. Zugleich gab es jedoch auch Ausnahmen; bekannt ist die Geschwisterehe bei den ägyptischen Pharaonen. Sie wurde selbst noch in hellenistischer Zeit praktiziert – Kleopatra beispielsweise war mit ihren Brüdern Ptolemaios XIII. und Ptolemaios XIV. verheiratet. Auch im Inkareich kam die Geschwisterehe vor.

Massgeblich für die Verhältnisse in Europa waren lange Zeit die Bestimmungen der katholischen Kirche. Sie verbieten die Ehe – und damit die einzige Form legitimer sexueller Beziehungen – zwischen Blutsverwandten ersten Grades ohne Ausnahme. Anders verhielt es sich mit der Eheschliessung unter Cousins, die an sich nicht erlaubt war, für die aber ein kirchlicher Dispens erteilt werden konnte.

Davon machte der Hochadel ausgiebig Gebrauch – die Ehe unter Cousins zweiten und sogar ersten Grades war in diesen Kreisen aus dynastischen Gründen eher die Regel als die Ausnahme. Das Privileg der Ehe unter Verwandten diente dazu, den Besitz und die Macht möglichst in der Familie zu halten – auch zum Preis von häufiger auftretenden Erbkrankheiten wie Hämophilie (Bluterkrankheit).

Risiko von Erbkrankheiten

Bei inzestuösen Verbindungen besteht für den Nachwuchs ein höheres Risiko, an Erbkrankheiten zu leiden. Die meisten dieser Krankheiten werden nämlich rezessiv vererbt, das heisst, sie treten bei den Nachkommen nicht in Erscheinung, solange diese vom anderen Elternteil eine gesunde Erbanlage erhalten, die dominiert.
Wenn beide Elternteile enger miteinander verwandt sind, das heisst, ähnlichere Erbanlagen aufweisen, nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass ein Nachkomme von beiden die rezessive Erbanlage erhält und dadurch erkrankt.

Im Durchschnitt liegt das Risiko für das Auftreten einer vorhandenen Erbkrankheit bei nicht blutsverwandten Partnern bei 2 bis 4 Prozent, bei einer Verbindung von Bruder-Schwester oder Elter-Kind jedoch bei 25 Prozent.

Quelle: Wikipedia

Mit dem Gedankengut der Aufklärung gerieten solche Privilegien zunehmend unter Rechtfertigungsdruck. Zugleich entzog die Aufklärung moralisch indizierten Delikten wie Blasphemie, Ehebruch, Sodomie (im Sinne einer sexuellen Handlung, die nicht der Fortpflanzung dient) oder eben Inzest die rechtstheoretische Basis. Eine Strafnorm setzt eine Rechtfertigung voraus, die in diesen Fällen nur schwierig zu finden ist – so gibt es bei einvernehmlichem Inzest unter selbstbestimmten, erwachsenen Partnern kein Opfer.

Bereits 1810 schaffte Frankreich daher die Strafbarkeit von blossem Inzest im Code pénal français ab. Mehrere europäische Länder folgten dem französischen Vorbild, so Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Spanien und Portugal. Weltweit gibt es noch eine ganze Reihe von weiteren Staaten, die keine Strafparagrafen für Inzest (mehr) kennen. Andere Staaten hingegen behielten entsprechende Paragrafen in ihren Strafgesetzbüchern bei – darunter vornehmlich angelsächsische und skandinavische Länder sowie Deutschland und die Schweiz.

Allerdings geht aus der Tatsache, dass Inzest strafrechtlich nicht verfolgt wird, keineswegs hervor, dass solche sexuellen Beziehungen in der Gesellschaft akzeptiert wären. Inzest unterliegt einem starken Tabu. Dies zeigte sich exemplarisch in der Schweiz, als der Bundesrat 2010 vorschlug, den Strafbestand Inzest abzuschaffen. Er argumentierte, dass in den wenigen Fällen, in denen es zu einer Verurteilung wegen Inzest komme, jeweils zugleich andere Strafbestände vorlägen – zum Beispiel sexuelle Handlungen mit Kindern.

Inzest im Schweizerischen Strafgesetzbuch

Art. 213 Inzest
1 Wer mit einem Blutsverwandten in gerader Linie oder einem voll- oder halbbürtigen Geschwister den Beischlaf vollzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.
2 Minderjährige bleiben straflos, wenn sie verführt worden sind.

admin.ch

Die Vernehmlassung erbrachte jedoch eine klare Mehrheit für die Beibehaltung des Paragrafen, so dass der Bundesrat sein Vorhaben 2018 endgültig aufgab. Dazu passt die Tatsache, dass Frankreich den Begriff «Inzest» 2010 und in einem weiteren Schritt 2016 wieder in den Code pénal aufnahm, allerdings im Zusammenhang mit sexuellen Handlungen mit Minderjährigen.

Umfrage

Soll einvernehmlicher Inzest zwischen selbstbestimmten, erwachsenen Partnern straflos sein?

4,418

  • Ja41%
  • Nein39%
  • Ich weiss es nicht.20%

Eine Schwester liebt ihren Bruder – das Tabuthema im Film

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    Alle Leser-Kommentare
  • A_C_Doyle 24.06.2019 17:55
    Highlight Highlight Die Legalität von irgendwas davon abhängig zu machen ob es einen Skandal auslöst halt ich für ein unglaublich gutes Rechtssystem! xD
  • CuJo 24.06.2019 16:59
    Highlight Highlight Wieso ist Langnau nicht blau ?
  • Avenarius 24.06.2019 10:53
    Highlight Highlight Das amerikanische Parlament mit der Militärlobby fehlt :-)
  • Alle Aufmerksamkeit dem doofen Prozent 24.06.2019 08:57
    Highlight Highlight Eigentlich spricht nichts für ein Inzestverbot. Die Riskien von verstärkt auftretenden Erbkrankheiten sind bekannt. "Inzest-Paare" wissen also, dass sie diese in ihrem gemeinsamen Leben berücksichtigen müssen.
  • TheBase 24.06.2019 06:53
    Highlight Highlight Fehlt da nicht Appenzell Innerrhoden auf der Karte? 🤔
  • Mia Mey 24.06.2019 06:41
    Highlight Highlight Dass Inzest verboten ist begrüsse ich und bin überrascht in wie vielen Länder es OK ist. Ein Gesetzliches Verbot ist ein Schutz, wenn auch nicht immer wirksam. Kräfteverhältnisse und Abhängigkeit in der Familie sind manchmal zerstörend und auch wenn man nicht will kann man sich gerade da nicht gegen sein Geschwister wehren. Der Spruch; ich tu ja nichts verbotenes; fällt schnell einmal.
  • John Henry Eden 24.06.2019 00:44
    Highlight Highlight Es geht um Sex, den Akt an sich. Und nicht um die Gründung einer «reinblütigen» Familie.

    Tragisch, dass 2019 einvernehmlicher Sex zwischen erwachsenen Menschen noch verboten ist.
  • azoui 23.06.2019 23:01
    Highlight Highlight Bei den Targaryens war das usus.
  • Team Insomnia 23.06.2019 23:00
    Highlight Highlight Gar nicht gewusst das Italia so ein rückständiges Land ist. Danke für die Aufklärung. 👍
    • Der.Kapitalist 24.06.2019 00:23
      Highlight Highlight Spanien, Frankreich und Portugal haben es komplett legalisiert und du sprichst über Italien? Da muss wohl ein ziemlich grosser Frust gegenüber diesem wunderschönen Land vorhanden sein. Gute Besserung.
  • Mr.President 23.06.2019 22:31
    Highlight Highlight Die Natur hat es so eingerichtet, das man sich ekelt mit eigenen Geschwister sex zu haben! Und es ist ja nicht umsonst. Es ist zum Schutz vor Krankheiten.

    Ich kann oder könnte mir nicht vorstellen mit meiner Schwester sex zu haben. Igitt! Never! Das ist ja zu kotzen! Für mich spielt es keine Rolle minderjährig oder erwachsen.
    Wenn man Geschlechtsreife erreicht,
    ist man im Kopf auch soweit fit,
    um zu checken, was richtig und was falsch ist.
    • Zwei Fallende Stimmen 23.06.2019 23:44
      Highlight Highlight Geschwister, die gemeinsam aufwachsen, entwickeln eine Inzesthemmung. Wenn Geschwister an verschiedenen Orten aufwachsen und als Erwachsene aufeinandertreffen, ist eher das Gegenteil der Fall. V.a. letztere Fälle beschäftigen ab und zu Gerichte.
    • Weiterdenker 24.06.2019 08:26
      Highlight Highlight Die Natur hat es auch so "eingerichtet", dass man vom gegengeschlechtlichen Artgenossen angezogen wird. Trotzdem gibt es doch etwa Abweichungen von etwa ein bis zwei Prozent in fast jeder Art, weshalb sollte es also nicht auch bei Geschwistern möglich sein, dass es da Abweichungen gibt?
    • Mr.President 25.06.2019 00:37
      Highlight Highlight @weiterdenker: dafür gibts auch Einrichtungen, s. Psychiatrie. Geschlossene. ;) Witz‘
  • The fine Laird 23.06.2019 21:24
    Highlight Highlight Inzest is Winzest!
    • War mal stolz 24.06.2019 05:34
      Highlight Highlight Ö
  • Stänkerer 23.06.2019 20:57
    Highlight Highlight Das ist ja das reinste Sodom und Gomorra.
    Die Sintflut naht.
    Ich übe mich im Schwimmen.
  • CH-Bürger 23.06.2019 19:53
    Highlight Highlight Also, nachdem ich das alles gesehen und gelesen habe finde ich gut, gibt es "Bauer/Bäuerin ledig sucht...", vielleicht kann man dies noch ausweiten...
    Die Natur hat es eigentlich anders eingerichtet!
  • Oxymora 23.06.2019 19:38
    Highlight Highlight Inzestverbote unterscheiden sich stark in der Grenzziehung. Geht es um die Fortpflanzung unter Blutsverwandten, so gilt dies in einigen Religionen als etwas sehr löbliches. Was kann falsch daran sein; es einem Propheten oder Gott gleich zu tun? Das sind doch geniale Vorbilder?

    Nun ist aus einigen Vorbildfunktionen ein globales Problem erwachsen. Inzucht im Islam; aus islamischer Sicht kein Inzest, nennen wir es deshalb Cousinenehe.

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55046/Erhoehtes-Fehlbildungsrisiko-bei-Cousinenehe
    • dmda 23.06.2019 23:13
      Highlight Highlight Und in anderen Religionen?

      - im Hinduismus?
      - im Judentum?

      wie sieht es dort aus?

    • Kruk 25.06.2019 00:01
      Highlight Highlight Welche Religionen behandeln das Thema Inzest in ihren Lehren bzw. Schriften?
    • Oxymora 25.06.2019 00:56
      Highlight Highlight @Kruk
      Koran 4:22-24 Verboten ist euch (Aufzählung)
      Dies gilt als Allahs Vorschrift für euch.
      Erlaubt ist euch, was darüber hinaus geht. (Nicht in Aufzählung ist z.B Cousin und Cousine)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asparaguss 23.06.2019 18:56
    Highlight Highlight Pitcairn Insel.....
  • Goon 23.06.2019 18:17
    Highlight Highlight Liechtenstein ohne Daten. Denke aber sehr wohl das es dort erlaubt ist 😉😂
    • Magnum44 23.06.2019 22:01
      Highlight Highlight Geht ja auch gar nicht anders dort.
  • Baron von Eberstein 23.06.2019 17:30
    Highlight Highlight Könnte mir vorstellen dass im Entlebuch die Karte genaustens studiert wird
  • kaderschaufel 23.06.2019 17:19
    Highlight Highlight Es sollte doch alles erlaubt sein, was niemandem schadet: Im Fall von Inzest ist der einzige, dem geschadet wird, das Kind von verwandten Eltern.

    Deshalb bin ich der Meinung, dass gleichgeschlechtlicher Inzest erlaubt sein müsste - da gibt es ja kein Kind.

    Bei gegengeschlechtlichem Inzest muss man sich halt überlegen, ob man es erlauben kann, ohne dass es Kinder daraus gibt (zum Beispiel, indem man das Paar erst bestraft wenn die Frau schwanger ist - weiss nicht ob das funktioniert).
    • RomT 23.06.2019 18:04
      Highlight Highlight Das klingt ziemlich einleuchtend. Jedoch sind ethische Fragestellungen nicht so einfach - wenn man die Implikationen zu Ende denkt. Denn das Argument, dass es einem Kind schadet, könnte man nicht nur im Fall von Inzest anwenden, sondern generell bei Personen mit einer genetischen Prädisposition für Krankheiten. Das wiederum könnte dann als Argument für Designer-Babys herhalten, was wiederum unvorhergesehene Folgen haben könnte. Ein Inzestverbot halte ich deshalb für schwierig (ganz abgesehen davon, dass ein Verbot wohl niemand abhält, da es sozial ja eh schon geächtet ist)
    • ybaer 23.06.2019 22:08
      Highlight Highlight So ist die Rechtslage in der Schweiz auch +-. „Beischlaf“ umschreibt nur den klassischen GV zwischen Mann und Frau (mit eben dem Risiko einer Schwangerschaft). Somit sind in der Schweiz eigentlich jegliche sexuellen Interaktionen zwischen erwachsenen Verwandten straffrei ausser eben vaginaler GV.
    • Salah 23.06.2019 22:49
      Highlight Highlight Das Inzestverbot besteht ja schon lange. Egal ob du es schwierig findest. Ich teile die Idee von kaderschaufel
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clife 23.06.2019 17:04
    Highlight Highlight Japan (Anime) 😂
  • Mia_san_mia 23.06.2019 16:56
    Highlight Highlight Wow da ist die Schweiz mal schläuer als andere Länder 👍🏻
  • mountaineer 23.06.2019 16:39
    Highlight Highlight Italien: "Legal if it does not provoke public scandal" - passt perfekt! 😂😂😂

    Viva l'Italia!
    • r74 24.06.2019 09:16
      Highlight Highlight Bunga Bunga
  • lilie 23.06.2019 16:38
    Highlight Highlight Grundsätzlich befürworte ich, dass zwei erwachsene, urteilsfähige Menschen miteinander einvernehmlichen Sex haben dürfen sollen.

    Ob man auch die gemeinsame Familiengründung befürworten soll, ist allerdings eine Frage, die man wieder gesondert betrachten sollte. Die heutige Genmedizin kann sicher helfen, die Gefahren abzuschätzen. Trotzdem ist das sicher nicht unbedingt ideal, da ja auch mit zusätzlichen Kosten verbunden.
  • mountaineer 23.06.2019 16:38
    Highlight Highlight "Legal if it does not provoke public scandal" - Typisch Italien! 😂😂😂

    Viva l'Italia!
  • leu84 23.06.2019 16:35
    Highlight Highlight Auf dem Land im katholisch konservativen Luzern (Willisau) war sowas normal, wenn man nicht wollte, dass der Sohn in bestimmte Familie im Täli einheiraten wollte oder wenn die Frau des Sohnes früh verstarb und die Tochter immer noch nicht vergeben war und das Kloster keine Lösung war. So blieben die Ländereien sicher in der Familie. Da es üblich war etwa 10 Kinder zu haben, gab es am Ende immer Streit ums Land, da oft nur der älteste Sohn den Hof durfte. Manchmal warf der Sohn die Mutter raus, sobald der Vater starb (Meine Oma erlebte es in etwa so)
    • häxxebäse 23.06.2019 17:15
      Highlight Highlight Mia: das ist etwas böse.... in jedem land hat es abgelegene gebiete in denen eigene gesetze/regeln herrschen. diese leute werden in ihren ländern genauso wegen ihrer rückständigkeit belächelt... dies als schweizer mentalität zu bezeichnen finde ich komisch.
      Ch mentalität wäre für mich eher: pünktlichkeit, präzision, geiz, zuverlässigkeit, besonnenheit, pedanterie....
    • leu84 23.06.2019 17:43
      Highlight Highlight Die jüngste Geschichte aus einer Quelle ist heute vielleicht 50-60 Jahre her.
    • Sama 23.06.2019 20:12
      Highlight Highlight Das kam offenbar manchmal vor: Meine Uroma wurde auch von ihrem Sohn vom Hof geworfen - das war 1963 - im Schwarzwald. Weihnachten bei starkem Schneetreiben - die Frau war fast 90 und der nächste Hof auf der anderen Seite vom Tal - es ist mir rätselhaft, wie sie das geschafft hat.
      Sie blieb dann noch die letzten Jahre bei ihrer Tochter - meiner Oma - im Städtli
  • olga 23.06.2019 16:22
    Highlight Highlight Solange erwachsene Menschen einvernehmlich handeln (egal ob Geschwister oder Eltern-Kind), hat der Staat nichts im Schlafzimmer verloren. Alles andere (Kindsmissbrauch, Ausnutzen der Abhängigkeit, etc) wird bereits zu recht strafrechtlich verfolgt. Aufgezwungene Sexualmoral sollte in der Gesetzgebung nichts verloren haben. Und wie bereits erwähnt wurde, ist die Gesundheit der Kinder kein Argument, da dann auch Kranke, Drogenabhängige, etc. keine Nachkommen zeugen dürften.
    • User03 23.06.2019 16:33
      Highlight Highlight Cersei Lannister? Bist du es?
    • Baron von Eberstein 23.06.2019 17:34
      Highlight Highlight Nein die liegt umgeben von Steinen und ihrem Bruder in Kings Landing🤷‍♂️
    • Garp 23.06.2019 19:10
      Highlight Highlight Na beim Stichwort Eltern-Kind bin ich zusammengezuckt. Meist besteht da eine Abhängigkeit. Darum würd ich da die rote Linie ziehen.
      Die Einvernehmlichkeit ist nicht immer einfach zu erurieren bei Abhängigkeiten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 23.06.2019 16:13
    Highlight Highlight 3. Wenn es darum ging, dass Kind vor Gendefekten zu schützen, dürften auch viele Menschen mit Autosomalen Gendefekten keine Kinder haben, dass gleiche gilt für Paare mit bekannten rezidiven Krankheiten.
    4. Wäre es problematisch, ein behindertes Kind zu bekommen, müsste jedr Embryo pränatal getestet und nötigenfalls abgetrieben werden, auch von nicht-verwandet Eltern.
    5. Auffallend, das das grösste muslimische Land der Welt keine hohe Rate an Verwandschaftsehe hat..
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 23.06.2019 16:09
    Highlight Highlight Das wusste ich nicht, dass der Bundesrat diesen unnötigen Strafbestand streichen wollte, aber freut mich zu hören.
    Oft wird in bezug auf Inzest mit der Gesundheit der potentiellen Kindern argumentiert.
    Dies greift in meinen Augen jedoch aus verschiedenen Gründen zu kurz.
    1. Jede Person hat Gendefekt, die meisten sind einfach nicht so schwerwiegend wie zB die bei Cystischer Fibrose. Sprich jeder von uns ist "krank".
    2. Auch "normale" Beziehung können zu schweren Gendefekten führen, auf eine Population betrachtet mit wenigem Prozent, individuell aber ebenfalls 25% bei rezidiven.
    • Pafeld 23.06.2019 19:00
      Highlight Highlight Gewisse Leute haben ja auch immer noch die Vorstellung, dass Inzest zwangsläufig behinderte Kinder gibt. Ironischerweise sind es auch oftmals jene Leute, welche gegen Pränataldiagnostik sind.
  • HerveCofino 23.06.2019 16:07
    Highlight Highlight Das Emmental fehlt auf der Karte!
    • leu84 23.06.2019 16:36
      Highlight Highlight Willisau-Land
    • silvu7i 23.06.2019 18:14
      Highlight Highlight Ahahahah made my day
    • Stänkerer 23.06.2019 21:35
      Highlight Highlight Und das Fricktal, der Jura, sieben Bündner Täler, der Tessin und - vor allem - das Wallis.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wander Kern 23.06.2019 15:57
    Highlight Highlight Hatte erst neulich einen ziemlichen Blitzernter zum Thema verfasst, als ich offenbarte, keinerlei Sinn in einer strafrechtlichen Verfolgung inzestiöser Beziehungen zu sehen, solange Erwachsene einvernehmlich handeln.
    • Garp 23.06.2019 16:17
      Highlight Highlight Manche meinen halt, wenn man für Straffreiheit plädiert, man fände Inzest begrüssenswert.
    • Dominik Treier 23.06.2019 16:29
      Highlight Highlight Recht hast du aber... Ist eigentlich völlig blödsinnig... Man könnte sich überlegen Aufklärungen über die Folgen für eventuellen Nachwuchs zu betreiben und in dem Zusammenhang davon abzuraten, aber den schlichten einvernehmlichen Sex zwischen zwei Erwachsenen zu bestraffen gehört ins Mittelalter...
    • Wander Kern 23.06.2019 17:02
      Highlight Highlight @Garp
      Um Himmels Willen, ich hoffe nicht, dass mir das jemand unterstellt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • actualscientist 23.06.2019 15:50
    Highlight Highlight Umd alabama
    • Giftzwerg79 24.06.2019 18:35
      Highlight Highlight Und Westeros
  • Palpatine 23.06.2019 15:49
    Highlight Highlight "Zugleich gab es jedoch auch Ausnahmen; bekannt ist die Geschwisterehe bei den ägyptischen Pharaonen. Sie wurde selbst noch in hellenistischer Zeit praktiziert – Kleopatra beispielsweise war mit ihren Brüdern Ptolemaios XIII. und Ptolemaios XIV. verheiratet."

    Die Frage jedoch ist jedoch, ob die Ehe nur symbolischer Natur war oder ob sie tatsächlich vollzogen wurde.
    Zur Zeit Kleopatras geht man eher von einer symbolischen Ehe aus. Früher jedoch, im Alten oder im Mittleren Reich wurde die Ehe sicherlich vollzogen...
    • Garp 23.06.2019 16:54
      Highlight Highlight Ich verstehe unter Inzest schon den Vollzug von Geschlechtsverkehr.

      Politische Heiraten ohne Vollzug haben mit Inzest ja nichts zu tun.
    • Palpatine 23.06.2019 19:15
      Highlight Highlight Inzest beinhaltet selbstverständlich Geschlechtsverkehr.

      ABER: Der von mir zitierte Text aus dem Beitrag bezieht sich eindeutig aufs Heiraten und nicht auf den Inzest. Und nur auf das Heiraten (in Ägypten) habe ich mich bezogen.
      Ptolemaios XIII. war bei der Eheschliessung mit Kleopatra etwa 10 Jahre alt, sein jüngerer Bruder und Nachfolger Ptolemaios XIV. 12.
    • Garp 23.06.2019 20:11
      Highlight Highlight Es wird angenommen, dass der Geschlechtsverkehr auch vollzogen wurde. Beweise gibt es aber keine.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ueli der Knecht 23.06.2019 15:46
    Highlight Highlight Ein anderer CH-Film mit diesem Thema:
    "Höhenfeuer" von Fredi M. Murer.
    Ein schöner, ruhiger Film über die Grausamkeit von Moral.
    • lilie 23.06.2019 16:31
      Highlight Highlight @Ueli der Knecht: Ich habe nicht die Grausamkeit der Moral in Erinnerung, sondern die Beklemmung einer (allzu) engen, isolierten Welt, wo die Perspektiven aus einer schönen Aussicht auf die Berge bestehen, aber sonst inexistent sind.
    • Garp 23.06.2019 16:45
      Highlight Highlight Ich habe beides in Erinnerung. Hier geht es um Straffreiheit von Geschwisterliebe. Verständlich bei solch einer Enge. Zumindest zeigte mir das der Film. Die Grausamkeit hast du verdrängt, lilie?
    • Ueli der Knecht 23.06.2019 17:05
      Highlight Highlight Stimmt lilie. Die Beklemmung ist aber nicht naturgegeben (was die Natur glauben macht) sondern von den Eltern durch ihre seit jeher gelebten Moralvorstellungen durchgedrückt.

      Der Bub darf nicht ins Heim, und die Tochter nicht Lehrerin werden. Ihre inzestuöse Liebe führt zur Katastrophe. Die Kinder befreien sich aus der Beklemmung schliesslich mit Grausamkeit, nämlich mit Mord, nur um dann das gleiche moralisch-beklemmende Leben weiter zu leben, wie es ihnen die Eltern und Grosseltern schon vorgelebt haben. Sie folgen den seit jeher gelebten Moralvorstellungen. Nur ist für sie Inzest normal.
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  • Psyamsel 23.06.2019 15:36
    Highlight Highlight Nur Halbgeschwister sind Verwandte 2. Grades. Vollgeschwister haben 50% der Gene gemeinsam, sind also gleich nahe verwandt wie Mutter oder Vater mit Kind.
    • Stema 23.06.2019 16:46
      Highlight Highlight Eigentlich haben Geschwister IM DURCHSCHNITT 50% der Gene gemeinsam. In Realität können es aber zwischen 0% und 100% sein.
  • Garp 23.06.2019 15:31
    Highlight Highlight Gibt es denn auch eine Karte wie häufig es zu einvernehmlichem Sex unter Geschwistern kommt und wie gesund die Kernfamilie ist. Fänd ich sehr interessant.
    Die Natur richtet es ja möglichst so ein, dass es nicht zu solchen Paarungsaktionen kommt.

    Ich bin für Strafffreiheit bei Einvernehmlichkeit und wenn keine starke psychische Manipulation und kein Abhängigkeitsverhältnis vorliegt.

Wenn du RTL II in echt erleben willst, geh' in eine Zürcher Badi

Sie tragen Strings, schminken sich auf dem Badi-WC und nippen an Drinks. Alles, um in ihren Instastories eine gute Falle zu machen. Darüber geilt sich vor allem der Typ auf, der mit seiner Freundin hier ist. Und ich? Hab Spass wie Sau!

Mir fallen die Chicks schon beim Betreten der Badi auf. Sie tragen Schlärpli mit dünnen Absätzen. Auf dem Holzsteg. Und sie sind wahnsinnig parfümiert. In der Badi. Auch sind sie sehr geschminkt und ihr Haar ist frisch gewaschen und mit Babyliss bearbeitet. Beachwaves. Soll so ganz zufällig cool aussehen. Aber hey, mir machen die Girls hier nichts vor. Stehe schliesslich selber sehr auf Beachwaves.

Die eine hat ein sehr kurzes Kleidli an. Rückenfrei. Rosa-weiss kariert. Beim Bücken sieht man …

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