Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Besamung ging schief: Die viertletzte Jangtse-Riesenweichschildkröte der Welt ist tot



Das letzte bekannte Weibchen der Jangtse-Riesenweichschildkröte ist in einem Zoo in China gestorben – ausgerechnet bei einem Besamungsversuch, um die seltene Tierart zu retten.

Die grösste Süsswasser-Schildkröte der Welt steht damit wohl unausweichlich vor dem Aussterben, wie chinesische Medien am Montag unter Verweis auf Experten berichteten.

Das letzte bekannte Weibchen der Jangtse-Riesenweichschildkröte - hier bei einem Besamungsversuch 2015 - ist nach einem weiteren Befruchtungsversuch gestorben. Jetzt gibt es nur noch drei Exemplare dieser Gattung, eins davon ein Männchen in einem Zoo, die anderen beiden in freier Wildbahn, ihr Geschlecht ist nicht bekannt.

Das letzte bekannte Weibchen der Jangtse-Riesenweichschildkröte – hier bei einem Besamungsversuch 2015 – ist gestorben. Es wurde über 90 Jahre alt. Bild: EPA FEATURECHINA

Es gibt nun weltweit nur noch drei bekannte Exemplare – ein Männchen im Zoo in China und zwei in freier Wildbahn in zwei Seen in Vietnam. Deren Geschlecht sei aber nicht bekannt und schwer festzustellen, hiess es.

Der Mensch war der grösste Feind der mehr als ein Meter grossen Schildkröte mit dem Fachnamen Rafetus swinhoei, die einen weichen, lederartigen Panzer hat. Die Tiere wurden gejagt, weil das Fleisch als Delikatesse galt, wie es in Presseberichten hiess. Auch wurde ihr natürlicher Lebensraum zerstört.

Das mehr als 90 Jahre alte Schildkrötenweibchen starb am Samstag im Zoo der südchinesischen Stadt Suzhou, nachdem zuvor ein erneuter Versuch unternommen worden war, das Tier künstlich zu befruchten.

Offenbar gab es Komplikationen, die genaue Todesursache ist nicht bekannt. Das Tier sei direkt nach dem Eingriff in guter Verfassung gewesen, aber 24 Stunden später gestorben, hiess es in chinesischen Presseberichten.

Die Schildkröte war 2008 vom Zoo in Changsha in Zentralchina in den Suzhou Shangfangshan National Forest Park gebracht worden, um ein Zuchtprogramm mit einem mehr als 100 Jahre alten Männchen zu starten.

Seither waren fünf Versuche unternommen worden, die Schildkröte künstlich zu befruchten. Experten hätten beiden Tieren eine gute Gesundheit bescheinigt, bevor der letzte Eingriff vorgenommen worden sei, berichtete die «Suzhou Daily». (sda/apa/dpa)

26 Tierschutz-Plakate, die ihre Wirkung nicht verfehlen

Eine Party für eine 67-jährige Schildkröte

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Fotograf schiesst DAS Foto der Notre-Dame und muss sich nun gegen Fake-Vorwürfe wehren

Link zum Artikel

Das grösste Verdienst von Tesla sind nicht die eigenen Autos

Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Link zum Artikel

Vergiss Tinder! Hier erfährst du, welches Potenzial deine Fassade hat 😉

Link zum Artikel

17 katastrophale Tinder-Chats, die definitiv niemanden antörnen

Link zum Artikel

Vermisst und wieder aufgetaucht – 9 Fälle von Kindern, die verschwunden waren

Link zum Artikel

Mit diesen 21 Fakten kannst du beim kommenden «Game of Thrones»-Marathon angeben

Link zum Artikel

«SRF Deville» verkündet Pfadi-Putsch in Liechtenstein – diese finden's gar nicht lustig

Link zum Artikel

Brauchen wir einen Green New Deal, um eine Rezession zu vermeiden?

Link zum Artikel

Wie rechte Ideologen den Brand von Notre-Dame für ihre Zwecke instrumentalisieren

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
14
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Menel 16.04.2019 00:29
    Highlight Highlight Hätte...hätte...hätte man...in den nächsten Jahren und Jahrzehnten werden wir das noch oft sagen...
  • *sharky* 15.04.2019 22:06
    Highlight Highlight Tja die lieben Asiaten und ihre grenzenlose, mit Betonung auf grenzenlose Liebe zu Tieren.
    Vorzugsweise auf dem Teller.
    Meine Namensvettern können davon auch ein Lied singen, leider nein, singen geht auch nicht mehr, alles ausgehaucht...
    Einfach nur zum 🤮🤮
  • Posersalami 15.04.2019 21:55
    Highlight Highlight Schlimm

    Hier ists auch schlimm
    http://artenschutz.ch/cr1.htm

    da kann man aber was tun
  • Echo der Zeit 15.04.2019 17:59
    Highlight Highlight Seltene Tierarten Sterben in China wohl am Laufmeter aus und keiner merkts.
    • supremewash 15.04.2019 23:12
      Highlight Highlight Nicht nur dort.
  • Hier könnte Ihre Werbung stehen 15.04.2019 17:58
    Highlight Highlight Tja liebe Chinesen, ich hoffe die Schildkröten haben euch geschmeckt.
  • bokl 15.04.2019 17:51
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Beat-Galli 15.04.2019 16:58
    Highlight Highlight Und wie hätte die Aufzucht einer ganzen Spezie mit Genmaterial von nur einem Weibchen und zwei bis drei Mänchen funktionieren sollen.

    Dei folgen des Inzest haben irgendwie alle vergessen oder was.
  • ConcernedCitizen 15.04.2019 16:31
    Highlight Highlight „Deren Geschlecht sei aber nicht bekannt und schwer festzustellen, hiess es.“

    Ich hoffe, die befruchtete Schildkröte war wirklich ein Weibchen...
  • Hugeyun 15.04.2019 15:57
    Highlight Highlight Schade, schade...aber jede Hilfe kam wohl zu spät und hätte vor Jahrzehnten schon mit einem Tötungsverbot unternommen werden müssen
  • Der sich dachte 15.04.2019 15:56
    Highlight Highlight Traurig. Ich mag Schildkröten. 😥
  • glass9876 15.04.2019 15:52
    Highlight Highlight Sex in diesem Alter birgt gewisse Risiken.
    • Xonco 15.04.2019 16:08
      Highlight Highlight Wie stellst du dir einen KÜNSTLICHEN Besamungsversuch vor Kamerad?
  • GhettoGünther 15.04.2019 15:32
    Highlight Highlight Hätte man diesen Tieren (und auch vielen anderen!) schon früher besser Sorge getragen hätte es gar nicht so weit kommen müssen.

Es ist endlich wissenschaftlich erwiesen! Katzen können ihren Namen erkennen 😻

Für viele Katzenfreunde ist klar: Felix, Findus und Simba kennen ihren eigenen Namen und reagieren darauf. Aber stimmt das wirklich?

Wenn Minka gerufen wird, kommt Minka auch. Zumindest wenn es ein Leckerli oder eine Kuscheleinheit mit Herrchen oder Frauchen abzustauben gibt und sie gerade Lust hat. Auch wenn Stubentiger ihren eigenen Kopf haben: Dass Katzen ihren Namen erkennen und darauf reagieren, ist für ihre Halter ausgemachte Sache. Bislang fehlten aber wissenschaftliche Belege. Die legen …

Artikel lesen
Link zum Artikel