DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Attila Hildmann: Für Nutzer der Telegram-App aus dem App Store und dem Play Store ist er nicht mehr erreichbar.
Attila Hildmann: Für Nutzer der Telegram-App aus dem App Store und dem Play Store ist er nicht mehr erreichbar.
Bild: keystone

Das war's für Attila Hildmann – Apple und Google schmeissen Verschwörungstheoretiker raus

Er verbreitete Judenhass, postet Bilder mit Hakenkreuzen und ruft zum Umsturz auf: Doch nun wird Attila Hildmann für seine Hassposts kaum noch Leser finden. Google und Apple haben zeitgleich reagiert.
09.06.2021, 08:50
Lars Wienand / t-online
Ein Artikel von
t-online

Die Zeiten fast völlig unkontrollierter Inhalte in dem Messenger Telegram sind offenbar vorbei. Seit Dienstag sind sowohl auf Apple-Geräten wie auch auf Android-Geräten in der jeweiligen App manche Kanäle nicht mehr aufrufbar.

Der prominenteste gesperrte Kanal im deutschen Sprachraum dürfte der von Attila Hildmann mit gut 100'000 Abonnenten sein.

Apple und Google haben den Zugriff auf Attila Hildmanns Telegram-Kanal blockiert.
Apple und Google haben den Zugriff auf Attila Hildmanns Telegram-Kanal blockiert.
bild: twitter/@RubenGerczi

Auch ein Zweitkanal und der Kanal einer rechtsterroristischen Gruppierung sind für die entsprechenden Nutzer nicht mehr erreichbar. Einen Überblick über den Umfang gesperrter Kanäle gibt es nicht. Wer Inhalte lesen will, erhält den Hinweis, dass der Kanal auf dem Gerät nicht angezeigt werden kann.

Eine Erklärung gab es zunächst weder von Apple noch von Google oder Telegram. Telegram steht unter Druck, nachdem Google und Apple die App Parler in der Folge des Sturms auf das Kapitol in Washington völlig von ihren Geräten ausgeschlossen hatten.

Parler flog komplett aus den Stores

Parler durfte im April zurück auf Apple-Geräte, nachdem das Unternehmen laut Apple sein Verfahren zum Entfernen verbotener Beiträge mit Gewaltaufrufen und Drohungen verbessert hatte. Diesen Schritt könnte auch Telegram nun gehen. Auffällig ist, dass die Sperrung auf Apple- und Android-Geräten zugleich umgesetzt wurde. Hildmann sprach davon, Google und Apple hätten ihn gesperrt. Zudem werde er jetzt auch von Europol gesucht. Er hatte sich am Jahresanfang in die Türkei abgesetzt.

Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass Telegram-Inhalte gesperrt werden. Im Oktober hatte sich der Telegram-Gründer Pavel Durov über die Blockade von Inhalten von Oppositionellen in Belarus beklagt und Apple Zensur vorgeworfen.

Laut Apple waren in den Threads personenbezogene Daten von Polizisten veröffentlicht worden, was zu Gewalt anstiften könnte. Löschungen durch Telegram gab es in der Vergangenheit auch bei Inhalten islamistischer Terrorgruppen und bei kinderpornografischen Kanälen.

Die Regeln von Apple und Google verlangen von App-Entwicklern Verfahren, um beispielsweise Gewaltaufrufe gegen konkrete Personen und Verherrlichung des Nationalsozialismus entgegenzutreten. Telegram will mit einer eigenen App, die auf Android-Geräten am Google Play Store vorbei installiert werden kann, weiter seine Inhalte uneingeschränkt anbieten. Das dürfte jedoch vielen Nutzern zu umständlich und zu unsicher sein. Auch über eine Desktop-App gibt es offenbar bisher die Einschränkung nicht.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Beweise: In diesen Villen tauchte Hildmann unter

1 / 9
Die Beweise: In diesen Villen tauchte Hildmann unter
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Mit Liebe und Humor gegen Nazi-Schmierereien

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommentar

Wer glaubt, SwissCovid sei eine Spionage-App, hat diese Tweets noch nicht gesehen

Seit Donnerstag steht die Corona-Warn-App SwissCovid offiziell zum Download bereit. Anders gesagt: Nun sind WhatsApp-Gruppen-Benachrichtigungen nicht mehr die schlimmsten Notifications...

Die Schweizer Corona-Warn-App SwissCovid ist endlich am Start. Sie soll mithelfen, eine potenzielle zweite Corona-Welle möglichst flach zu halten. Mit der vom Bund lancierten App sollen Covid-19-Infektionen rasch erkannt und Ansteckungsketten nachverfolgt werden können.

Die Nutzung der Corona-Warn-App geschieht anonym und sie greift zu keinem Zeitpunkt auf den Standort zu. Da alle sensitiven Informationen stets auf dem eigenen Smartphone bleiben, sprich nicht auf einem fremden Server zentral …

Artikel lesen
Link zum Artikel