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Der welterste Drohnen-Taxi-Service hebt ab – das musst du wissen

Reisen wie James Bond: Im Wüstenstaat Dubai sollen Geschäftsleute ab diesem Sommer mit «fliegenden Autos» ans Ziel gebracht werden.
14.02.2017, 07:36

Letzten Sommer berichtete watson über die Genehmigung von Testflügen für die chinesische Taxi-Drohne EHang 184 im US-Wüstenstaat Nevada. Doch nun hat ein anderer Wüstenstaat angekündigt, das autonome Fluggerät noch in diesem Sommer als Verkehrsmittel offiziell zuzulassen.

Am zurzeit in Dubai stattfindenden World Government Summit verriet der Chef von Dubais Transportbehörde, Mattar al-Tayer, die ambitiösen Drohnen-Pläne. Dies berichtete Associated Press (AP) am Montag.

So funktioniert das Drohnen-Taxi

In der mit Ölmilliarden erbauten futuristischen Stadt sind die Drohnen-Vorbereitungen offenbar schon sehr weit fortgeschritten und es wurden auch bereits erfolgreiche Testflüge rund um den Wolkenkratzer Burj al-Arab durchgeführt: 

Blick auf Dubai am Persischen Golf, links im Bild der segelförmige Burj al-Arab.
Blick auf Dubai am Persischen Golf, links im Bild der segelförmige Burj al-Arab.
Bild: POOL/REUTERS

Die 8-Propeller-Drohne EHang 184 kann einen Passagier mit einem Gewicht bis zu 100 Kilogramm (plus Handgepäck) transportieren. Sobald der Passagier im Rennauto-mässigen Sitz Platz genommen (und sich angeschnallt) hat, gibt er auf einem Touch-Screen den gewünschten Zielort ein und wird per Knopfdruck dorthin geflogen.

screenshot: ehang.com

Wie bei den Smartphones ist auch bei Taxi-Drohnen der Akku ein limitierender Faktor: Die Batterie des «fliegenden Autos» soll eine Reisedistanz von 40 bis 50 Kilometern ermöglichen.

Laut Mattar al-Tayer beträgt die normale Reisegeschwindigkeit 100 km/h. Dabei werden die Drohnen von einer mit Menschen besetzten Zentrale überwacht, respektive über eine schnelle Mobilfunkverbindung (4G) ferngesteuert.

Dieses Video zeigt Testflüge, es wurde Ende 2016 von den Chinesen publiziert

Die Transportbehörde Dubais veröffentlichte nach der Ankündigung ihres Chefs ein Statement, in dem es hiess, die Taxi-Drohne sei durch die Zivilluftfahrtsbehörde geprüft worden.

Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum kündete im April 2016 an, dass in «seiner» Stadt Dubai bis 2030 ein Drittel aller Personentransporte mit Roboter-Fahrzeugen durchgeführt werden. Das Ziel soll unter anderem mit dem kistenförmigen EZ10-Mobil erreicht werden.
Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum kündete im April 2016 an, dass in «seiner» Stadt Dubai bis 2030 ein Drittel aller Personentransporte mit Roboter-Fahrzeugen durchgeführt werden. Das Ziel soll unter anderem mit dem kistenförmigen EZ10-Mobil erreicht werden.
Bild: Kamran Jebreili/AP/KEYSTONE

Elon Musk in Dubai

In den Vereinigten Arabischen Emiraten findet jeweils im Februar das World Government Summit statt, das ist quasi eine Wüsten-Version des WEF in Davos, wo sich einflussreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft zum persönlichen Austausch treffen.

Zwischen Dubai und Abu Dhabi soll dereinst auch ein futuristisches Hochgeschwindigkeits-Transportsystem namens Hyperloop gebaut werden. Im vergangenen Oktober wurde ein Vertrag mit dem US-Unternehmen Hyperloop One unterzeichnet. Dabei werden mit Solarenergie elektrisch getriebene Transportkapseln mit Reisegeschwindigkeiten von über 1100 km/h auf Luftkissen durch eine Röhre «geschossen».

Der Tesla-Chef und Space-X-Gründer Elon Musk stellte das Konzept 2013 vor. Am Montag war er am World Government Summit in Dubai, wollte dazu aber keine Fragen beantworten.

Wie watson-Medienpartner Spiegel Online vor wenigen Tagen berichtete, will auch der Flugzeughersteller Airbus eine Taxi-Drohne lancieren, die den Stadtverkehr entlasten soll.

Ferngesteuerte Fluggeräte sind ein gefährlicher Trend: Der Dubai International Airport musste schon mehrmals vorübergehend geschlossen werden, weil Hobby-Piloten mit ihren Drohnen in den gesperrten Luftraum eingedrungen waren.

Würdest du dich von der Taxi-Drohne transportieren lassen?

via Engadget

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