DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Passengers wait to check in at Gatwick Airport in England, Friday, Dec. 21, 2018. Flights resumed at London's Gatwick Airport on Friday morning after drones sparked the shutdown of the airfield for more than 24 hours, leaving tens of thousands of passengers stranded or delayed during the busy holiday season. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)

Die Stör-Aktion bescherte zahlreichen Fluggästen enorme Wartezeiten. Bild: AP/AP

Wer steuerte die Drohnen über Gatwick? Die Polizei sucht weiter nach den Tätern



Die vorweihnachtlichen Drohnen-Störaktionen auf dem Londoner Flughafen Gatwick geben weiter Rätsel auf: Ein Ehepaar, das die Ermittler als mutmassliche Urheber der stundenlangen Drohnenflüge festgenommen hatte, kam am Sonntag wieder auf freien Fuss. Die Suche nach den Tätern ging weiter.

Der am Freitagabend festgenommene 47-jährige Mann und die 54-jährige Frau aus der benachbarten Stadt Crawley seien ohne Anklage freigelassen worden, teilte die Polizei von Sussex mit. Sie hätten voll mit den Ermittlern kooperiert und seien nicht länger verdächtig.

Britischen Medienberichten zufolge handelte es sich bei dem Mann um einen ehemaligen Soldaten, der inzwischen als Glaser arbeitet. Er soll demnach ein begeisterter Flugzeug-Modellbauer sein. Sein Arbeitgeber versicherte, dass der 47-Jährige während des anhaltenden Drohnenalarms gearbeitet hatte.

Rund 1000 Flüge betroffen

Wegen der Drohnen-Flüge über dem Gelände von Gatwick musste der Flugbetrieb seit Mittwochabend für fast 36 Stunden unterbrochen werden. Rund tausend Flüge wurden umgeleitet oder fielen aus, etwa 140'000 Fluggäste waren betroffen.

Viele von ihnen strandeten in Gatwick und mussten auf den Sesseln oder gar auf dem Boden schlafen. Nach einer erneuten Drohnen-Sichtung am Freitagabend wurden die Flüge noch einmal für kürzere Zeit ausgesetzt.

Drohnen legen London Gatwick lahm

1 / 14
Drohnen legen London Gatwick lahm
quelle: ap/ap / tim ireland
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Insgesamt wurden rund 50 Mal Drohnen über dem Grossflughafen gesichtet. Laut einem Polizeisprecher gelang es den Ermittlern nicht, den oder die Verantwortlichen ausfindig zu machen. Schliesslich holten sie das Militär zur Hilfe, dieses stellte Spitzentechnologie zur Verfügung, um den Fluggeräten auf die Spur zu kommen.

«Präzise geplante Aktion»

Gatwick-Chef Stewart Wingate sprach nach den Vorfällen von einer «präzise geplanten Aktivität, die darauf abzielte, den Flughafen lahmzulegen und für maximale Behinderungen vor Weihnachten zu sorgen». Von einem terroristischen Hintergrund gingen er und die Behörden nicht aus.

Dass ein anderer Staat hinter den Drohnenflügen stehen könnte, schlossen die Behörden ebenfalls weitgehend aus. Die Medien vermuteten hinter der Tat eher radikale Umweltaktivisten oder einen verärgerten Flughafen-Mitarbeiter.

Der Flughafen von Gatwick stellte eine Belohnung von 50'000 Pfund (rund 63'000 Euro) für jede Information in Aussicht, die zur Ergreifung der Täter führt. Die Polizei forderte die Bevölkerung auf, verdächtige Beobachtungen zu melden.

Zur Erleichterung vieler Passagiere konnte Gatwick am Samstag seinen Betrieb wieder aufnehmen. Wegen des Durcheinanders der vergangenen Tage kam es jedoch erneut zu Verspätungen und vereinzelten Streichungen.

«Beispielloser Vorgang»

Verkehrsminister Chris Grayling sprach bei der BBC von einem «beispiellosen Vorgang». Die Hintergründe müssten schnell aufgeklärt werden, um «Lehren daraus zu ziehen».

Verkehrsstaatssekretärin Elizabeth Sugg kündigte «neue Massnahmen» gegen den missbräuchlichen Einsatz von Drohnen an. Mit den Herstellern gebe es Gespräche über mögliches Geo-Tracking, um Drohnenflüge in Verbotszonen zu verhindern, sagte sie der Zeitung «The Telegraph».

Der Flughafen London-Gatwick ist der zweitgrösste Airport Grossbritanniens und liegt rund 50 Kilometer südlich der britischen Hauptstadt. Jedes Jahr werden dort 45 Millionen Passagiere abgefertigt, obwohl der Flughafen nur über eine Start- und Landebahn verfügt.

(sda/afp)

Nach diesen 34 Drohnenbildern willst du ein Vogel werden

1 / 36
Nach diesen 34 Drohnenbildern willst du ein Vogel werden
quelle: unsplash
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Drohnen stören den zweitgrössten Flughafen Englands

Video: srf

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

USA lockern Reisebeschränkungen wegen Delta-Variante vorerst nicht

Die USA wollen die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa und anderen Staaten vorerst nicht aufheben. «Wegen der Delta-Variante werden wir die bestehenden Reisebeschränkungen an dieser Stelle beibehalten», sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, am Montag. US-Präsident Joe Biden hatte beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Mitte Juli eine baldige Entscheidung zum Thema angekündigt. Bei vielen hatte das die Hoffnung auf …

Artikel lesen
Link zum Artikel